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letzte Änderung: 03.02.2005
Installation eines Linux-Servers mit Debian-Sarge
Inhalt- Netinstall
- base-config
- Update
- IP und Host
- NFS
- DHCP3
- BIND9
- Samba
- Apache2 und MySql
- FTP
- Webmin
- X
- CYGWIN
- XDMCP
- Anhang
- Netinstall
Netinstalldistribution bei Debian.org besorgen, auf CD brennen und los gehts. Grundkonfiguration ist problemlos. Rechnernamen auswählen. Domäne wird vorgeschlagen, wenn es eine gibt. Mailkonfiguration auswählen nach Bedarf.
- base-config
der Installer base-config installiert alle angekreuzten Systeme. Er deinstalliert auch alle nicht angekreuzten Systeme wieder..
Hier ein Bild, dass die empfohlene Konfiguration zeigt.
Desktop sollte nicht angewählt werden, da möglicherweise die Grafikkarte noch nicht bekannt ist (s. 11). SQL-Datenbank wählen wir nicht an, weil wir später MySql installieren. Hier würde postgesql installiert...
- Update
Zunächst einmal alle Pakete auf den neuesten Stand bringen: -apt-get update -apt-get upgrade. Dann ggf. netatalk entfernen: -apt-get remove netatalk.
- IP und Host
IP-Adresse ändern in /etc/interfaces:
# /etc/network/interfaces -- configuration file for ifup(8), ifdown(8) # The loopback interface auto lo iface lo inet loopback # The first network card - this entry was created during the Debian installation auto eth0 # alt #iface eth0 inet dhcp #neu iface eth0 inet static address 192.168.106.4 network 192.168.106.0 netmask 255.255.255.0 broadcast 192.168.106.255 gateway 192.168.106.1 #
Anschließend -ifdown eth0 -ifup eth0 um die neuen Einstellungen wirksam werden zu lassen. In der Datei /etc/hosts den Eintrag127.0.0.1 localhost.localdomain localhost 192.168.106.4 galadriel.mittelerde galadriel
vornehmen.
- NFS
Einen Mount-Punkt anlegen und NFS-Laufwerk mounten:
# /etc/fstab: static file system information.
Das ist der Auszug aus meiner /etc/fstab. Mounten mit -mount -a .proc /proc proc defaults 0 0 /dev/hda1 / ext3 defaults,errors=remount-ro 0 1 /dev/hda9 /home ext3 defaults 0 2 /dev/hda8 /tmp ext3 defaults 0 2 /dev/hda5 /usr ext3 defaults 0 2 /dev/hda6 /var ext3 defaults 0 2 /dev/hda7 none swap sw 0 0 /dev/hdc /media/cdrom0 iso9660 ro,user,noauto 0 0 /dev/fd0 /media/floppy0 auto rw,user,noauto 0 0 # NFS 192.168.106.2:/ /mnt/gondor nfs defaults 0 0 192.168.106.3:/ /mnt/elrond nfs defaults 0 0
Eigene Verzeichnisse exportieren. Dazu die datei /etc/exports ändern:
# /etc/exports: the access control list for filesystems which may be exported # to NFS clients. See exports(5). / 192.168.106.2(rw,no_root_squash) / 192.168.106.3(rw,no_root_squash)
Anschließend den NFS-Server neu starten mit -/etc/init.d/nfs-kernel-server restart .
- BIND9
DNS-Server aufsetzen. Die Anleitung findet sich in ct 19/2003. /etc/bind/named.conf anpassen:
Den DNS-Server neu starten: -/etc.init.d/bind9 restart . Ggf. die Datei resolv.conf noch ändern://include "/etc/bind/named.conf.options" options { directory "/var/cache/bind"; forwarders { 212.6.64.161; 212.6.64.162; }; forward only; listen-on {192.168.106.4;}; heartbeat-interval 2880; }; { category lame-servers { null; }; category cname { null; }; }; zone "." { type hint; file "/etc/bind/db.root"; }; zone "localhost" { type master; file "/etc/bind/db.local"; }; zone "127.in-addr.arpa" { type master; file "/etc/bind/db.127"; }; zone "0.in-addr.arpa" { type master; file "/etc/bind/db.0"; }; zone "255.in-addr.arpa" { type master; file "/etc/bind/db.255"; }; // hier kommen die eigenen EInträge acl "dhcp-clients" { 192.168.106/24; }; zone "mittelerde" { type master; file "/etc/bind/db.mittelerde"; allow-update{"dhcp-clients";}; }; zone "106.168.192.in-addr.arpa" IN { type master ; file "/etc/bind/db.192.168.106"; allow-update{"dhcp-clients";}; }; include "/etc/bind/named.conf.local";#/etc/resolv.conf search mittelerde nameserver 192.168.106.4
- DHCP3
DHCP-Server gemäß der Vorschläge aus ct 19/2003 konfigurieren in /etc/dhcp3/ dhcp.conf:option domain-name "mittelerde"; option domain-name-servers 192.168.106.4; ddns-update-style interim; ignore-client-updates; default-lease-time 600000; max-lease-time 7200000; authoritative; subnet 192.168.106.0 netmask 255.255.255.0 { range 192.168.106.100 192.168.106.199; option subnet-mask 255.255.255.0; option netbios-name-servers 192.168.106.3; option broadcast-address 192.168.106.255; option routers 192.168.106.1; }Danach den DHCP-Server neu starten mit -/etc/init.d/dhcp3-server restart. Achtung: es sollte nur ein DHCP-Server im Subnetz laufen..
- Samba
Für Samba werden zunächst die Freigabeordner erzeugt und mit entsprechenden Attributen versehen. dann kann die Datei /etc/samba/smb.conf bearbeitet werden:# Samba config file created using SWAT # from 192.168.106.173 (192.168.106.173) # Date: 2004/11/21 15:08:05 # Global parameters [global] workgroup = MITTELERDE wins support = yes server string = %h server (Samba %v) obey pam restrictions = Yes passdb backend = tdbsam, guest passwd program = /usr/bin/passwd %u passwd chat = *Enter\snew\sUNIX\spassword:* %n\n *Retype\snew\sUNIX\spassword:* %n\n . syslog = 0 log file = /var/log/samba/log.%m max log size = 1000 dns proxy = No panic action = /usr/share/samba/panic-action %d unix password sync = yes invalid users = root admin users = rettberg [homes] comment = Home Directories create mask = 0700 directory mask = 0700 browseable = No writable = yes [printers] comment = All Printers path = /tmp create mask = 0700 printable = Yes browseable = No [print$] comment = Printer Drivers path = /var/lib/samba/printers [public] path = /home/freigaben/public read only = No guest ok = Yes [www] path = /var/www read only = No guest ok = Yes [informatik] path = /home/freigaben/informatik read only = No guest ok = Yes
Es wird ein einfacher Server aufgebaut. Die Benutzer müssen sich anmelden. Die Freigaben sind öffentlich. Zur Verwaltung der /etc/samba/samba/smb.conf eignet sich swat. Das ist das Web-Frontend für Samba. Damit kann man auch den smbd neu starten um die Konfiguration einzulesen. Der Aufruf erfolgt mit http://<mein server>:901 denn swat lauscht auf Port 901. Vorher muss noch in der /etc/inetd.conf das Kommentar zeichen vor der Zeile mit dem swat-Aufruf entfernt werden. Dann den inetd mit -/etc/init.d/inetd restart neu starten und swat sollte laufen. Unter status kann man dann die Server neu starten, um die Konfiguration zu aktualisieren.
Vorsicht: wenn man mit swat die Konfiguration ändert, wird die alte überschrieben..
Bevor man auf die Freigaben zugreifen kann, müssen noch Benutzer angelegt werden und deren Passwörter auch in die samba-Datenbank eingetragen werden. Das kann man aber auch bequem mit swat erledigen.
- Apache2 und MySql
Zunächst sollten noch einige Dinge nachinstalliert werden: -apt-get install phpsysinfo mysql-server mysql-admin phpmyadmin .
Nachdem alles ausgepackt wurde, geht man daran, zunächst die Apache2-Konfiguration zu bearbeiten. Unter /etc/apache2/sites-available/default stehen die Angaben für den Server. Dort sollte man die ZeileRedirectMatch ^/$ /apache2-default/
aus kommentieren, denn diese leitet den Server auf das Unterverzeichnis apache2-default in /var/www um. Ich ändere dann auch /etc/apache2/sites-available/php4.conf:
Fett unterlegt sind die Änderungen. Anschließend kann man eine index.html in /var/www ablegen und testen. Dazu muss der Apache-Server mit /etc/init.d/apache2 restart neu gestartet werden. Mit http://<servername/phpsysadmin im Browser kann man testen, ob php4 läuft und auch, wie das System so aussieht. Mit http://<servername>/phpmyadmin können wir gleich testen, ob auch der MySql-Server läuft. Dazu als root ohne Passwort anmelden. Ist alles ok, können wir auch gleich das Passwort ändern.AddType application/x-httpd-php .php .phtml .php3 .html .htm AddType application/x-httpd-php-source .phps
- FTP
Mit -apt-get install proftpd den FTP-Server installieren. Die Konfigurationsdatei ist /etc/proftpd.conf. Änderungen sind nicht notwendig
- Webmin
Mit webmin kann man den Server bequem über ein Web-Frontend warten. Webmin ist sehr mächtig.
Zunächst webmin mit -apt-get install webmin installieren. Die Version 1.17x ist aktuell. In der Datei /etc/webmin/miniserv.conf muss dann der Eintrag allow=127.0.0.0 in allow=192.168.106. geändert werden.
Sollte webmin keine Servermodule anzeigen (webmin 1.16x), dann muss das Paket von Hand installiert werden: Bei webmin.com herunterladen, in /usr/src/webmin1.17x entpacken. in das Verzeichnis wechseln und -./setup.sh aufrufen. Sollte es Probleme mit dem ssh-Zertifikat geben, dann hilft das Umbenennen von /etc/webmin/miniserv.pem in /etc/webmin/miniserv.pem.alt und Aufruf von -dpkg-reconfigure webmin . Webmin wird dann mit -/etc/init.d/webmin restart neu gestartet.
Im Browser können wir jetzt webmin mit https://<servername>:10000 starten.
- X
Die Installation sollte erst begonnen werden, wenn die Hardware der Grafikkarte bekannt ist. Daher wurde base-config (vgl. 2) zunächst ohne die Option desktop gestartet. Jetzt müssen wir herausfinden, welche Grafikkarte installiert ist und sollten auch den endgültigen Monitor anschließen.Zunächst sollte mit -lspci die genaue Grafikkarte ermittelt werden. Danach -base-config starten und das Feld desktop ankreuzen. Damit wird das komplette X-Sytem samt aller Window-Manager installiert.
- CYGWIN - L inux unter Windows einschließlich XFREE86!
Cygwin ist eine Linux-Umgebung mit grafischem Desktop auf einem Windows-Rechner. Die Installation ist unproblematisch.
Um eine Verbindung zu einem externen Rechner herzustellen, gibt es zwei interessante Möglichkeiten:
Mit ssh eine Anwendung starten
Arbeitsschritte: Cygwin starten (startxwin.bat in C:\cygwin\usr\X11R6\bin)
xhost + <Remotehost> (entweder als URL oder als IP)
ssh -X -l <Benutzername auf dem remote-host> <Remotehost> (entweder als URL oder als IP)
export DISPLAY=<URL oder IP des lokalen Rechners>:0.0
Start der X-Anwendung, z.B. xeyes & (das & sollte nicht vergessen werden :)

Das Bild zeigt die Schritte und das Ergebnis.
- XDMCP
Mit XDMCP-Verbindung direkt auf den Remote-Desktop zugreifen
Dazu sollte zunächst in /etc/kde3/kdm/kdmrc oder /etc/X11/gdm/gdm.conf der Eintrag
[Xdmcp]
Enable=false
auf:
[Xdmcp]
Enable=true
geändert werden. Anschließend den Fenstermanager z.B mit top beenden. Er startet sich selbst neu und liest dabei die geänderte Einstellung ein.
Danach kann die Sitzung gestartet werden. Dazu ist folgende batch-Datei sinnvoll:
SET CYGWIN_ROOT=\cygwin
dabei ist Aragorn der lokale Rechner und Elrond der Remotehost. Diese Namen müssen alse entsprechend angepasst werden.
SET PATH=.;%CYGWIN_ROOT%\bin;%CYGWIN_ROOT%\usr\X11R6\bin;%PATH%
C:\cygwin\usr\X11R6\bin\XWin.exe -screen 0 1200x800 -from Aragorn -query elrond
Das Ergebnis sieht dann so aus: - Links zu einigen Cygwin-Seiten, die mir geholfen haben:
- Anhang
115722 - 7 heute - 0 gestern - letzter Besuch: 14:04 - dein DNS: 38.107.191.109 - deine IP: 38.107.191.109 - dein Browsertyp: CCBot/1.0 (+http://www.commoncrawl.org/bot.html) /-)'



